Sadhu Maharaja

Sadhu MaharjaAls letzter in einer langen Nachfolge von Königen wurde Raj Kumar Ananta Prasad Singh in ein Leben des materiellen Wohlstands und Einfluss geboren. Durch ein spirituelles Erwachen in seinen frühen Dreissigerjahren, wandte er sich dem Materialismus ab und führte ein Leben der Entsagung.

Raj Kumar führt keine weltlichen Geschäfte, trägt einfache Kleider und bewohnt ein bescheidenes Quartier innerhalb des grossen Familientempels in Vrindavan. Als Tempelpräsident führt er die täglichen hingebungsvollen Gebete aus und hat seine Türen für denjenigen geöffnet, die sich auf Pilgerreise durch die heilige Stadt befinden. Als Bhaktivedanta Sadhu Maharaja zollte ihm das Königreich Munger die Anerkennung für aussergewöhnliche Dienste an der Menschheit. Er wurde auch Ausschussleiter des Vrindavana Dhama Preservation Committee der World Vaishnava Association (WVA).

Radha Govinda das Babaji MaharajaEr nahm zusammen mit seiner Frau Diksa-Einweihung von Radha Govinda dasa Babaji. 1996 in Kolumbien erhielt Sadhu Maharaja Sannyasa vom Vrinda-Gründer Srila BA Paramadvaidti Swami, einem Schüler Srila Bhaktivedanta Swami Prabhupadas. Seit damals widmete er einen Grossteil seiner Zeit der Verbreitung des Ruhms vom Vraja Mandala und Krishnas heiligem Namen. Um das heilige Werk seines Grossvaters fort zu setzen und den Prinzipien das Sanatana Dharmas für die Erhebung der Menschen dieser Welt zu dienen, gibt er Vorträge und berät Gottgeweihte aus vielen verschiedenen Missionen. Als Mitglied von Vrinda, dem Vrindavan Institute for Vaishnava Culture and Studies, ist Bhaktivedanta Sadhu Maharaja in der Welt ein Botschafter der spirituellen indischen Vaishnava-Tradition und ein sehr geschätzter Vertrauter des Vrinda-Gründers. Das Munger Mandir bietet jetzt sehr komfortable Gästehausmöglichkeiten und ist Heim der Vaishnava-Akademie, die regelmässig Kurse in Zusammenarbeit mit der American Internet University hält, die sich auch Uni-Veda nennt.

Sadhu Maharaja: “Der Title des Königs wird von Generation zu Generation herabgereicht, doch Königtümer haben in Indien nun ein Ende gefunden. Ich wurde als König geboren und auf vielerlei Weise war mein Leben besser als das meines Vaters, da ich Zeit zur Verfügung hatte. Er war Raja Kumar Sachinandana Prasad Singh und mein Grossvater war Raj Rishish Raghunandana Prasad Singh, der Ritter von Mungar in Bihar. Ich begann das Leben mit einem goldenen Löffel im Mund. Ich lebte in einem Palast und hatte 20 persönliche Diener. Krishna hatte mir alles gegeben, ohne dass ich mich darum bemühen musste. Ich legte all das nieder zu meinen der Vergangenheit angehörenden Samskaras (einprägsame Gegebenheiten, Erlebnisse). Ich musste in meinem vergangenen Leben etwas richtig gemacht haben, um es in diesem so einfach zu haben. Als ich zur Schule ging und später ins College, wollten viele Menschen sich mit mir anfreunden, da ich alles hatte, was ich mir wünschte.

Ich hatte 8 eigene Autos, einschliesslich eines Rolls-Royce, den ich jedes Jahr gegen einen neuen eintauschte. Als ich ins Diamond Jubilee Collage ging, welches meiner Familie gehörte, war ich überhalb des Rektors. Er fragte mich, was wir tun sollen und meine Lehrer sorgten sich ungemein um meine Bedürfnisse. Ich graduierte mit einem Abschluss als Bachelor of Science und übernahm das Familiengeschäft. Es war sehr schwer für mich, die materielle Welt zu verstehen. Ich genoss sie und vertiefte mich in den Geschäften. Trotz all meines Reichtums und Genuss fühlte ich mich jedoch im Inneren nicht zufrieden. Ich sah auf zu meinen älteren Verwandten und Ihrer spirituellen Praxis, zu der ich eine starke Verbindung hatte, da ich Präsident des Familientemples war. Sie sahen alle sehr glücklich aus, weshalb ich anfing zu hinterfragen, was ich tat. Eines Tages entschloss ich mich, alle Geschäftstätigkeiten aufzugeben und nichts anderes zu tun ausser nach göttlicher Liebe zu suchen.

Radha Govinda Babaji Maharaja and Sadhu Maharaja's wife, his son Priyesh and himself

Dies war vor 20 Jahren. Ich fand sie in meinem spirituellen Meister, Sri Sri Radha Govinda Das Babaji Maharaj. Als ich meinen Meister traf, war ich sofort durch sein Verhalten vereinnahmt, durch seine Sanftheit und seine Liebe. Ich gab mich völlig hin, woraufhin mich der Glaube erfasste. Mein Meister sagte, er sähe den Tag, an dem ich zu den Menschen auf der anderen Seite der Welt über die Liebe predigen würde and dass mich die Menschen lieben würden. Ich sagte das könne nicht sein, da ich keine Fähigkeiten diebezüglich hätte und im spirituellen Leben sehr arm wäre. Er gab mir seine Barmherzigkeit und zeigte mir den Pfad des Verstehens.

Srila A.C. Bhaktivedanta Swami PrabhupadaMein Meister sandte mich zu seiner Heiligkeit Bhaktivedanta Swami Prabhupada. Swami frage mich, wer ich war und als ich es ihm erzählte, umarmte er mich und sagte, dass er und mein Grossvater gute Freunde gewesen waren. Swami Prabhupada gab mir Ratschläge. Als ich ihm erzählte, was ich im Leben tat, mit meinen vielen geschäftlichen Verpflichtungen, fragte er mich, weshalb ich meine Zeit verschwende. Swami erinnerte mich daran, dass mein Grossvater sich um seine Pflichten kümmerte und dennoch ein aufrichtig hingegebenes spirituelles Leben praktizierte. Dies schockierte mich und mein Leben änderte sich nun noch mehr in Richtung des hingebungsvollen Pfads.

Wirklichkeit bedeutet, das Herz zu verstehen. Wir sind nicht nur der Körper, wir sind mehr als der Körper. Ich lebe in diesem Haus, aber ich bin nicht dieses Haus. Auf gleiche Weise leben wir in diesem Körper, er ist wie ein Haus, doch wir sind nicht dieser Körper. Unsere Existenz ist nicht unser äusserer Körper. Du bist mehr als der Körper. Deine Seele lebt in diesem Körper und geht einfach weiter. Die Seele kommt von der Überseele. Wir kommen von dort und müssen dorthin zurück kehren. Die wahre Bedeutung von Spiritualität ist die Beziehung zur Überseele. 1995 ging ich auf eine Einladung hin nach Südamerika und in Kolumbien begann ich, zu den Leuten zu predigen. Sie liebten mich so sehr und dann erkannte ich, dass es Zeit war, Sannyasa (den Lebensstand der Entsagung) anzunehmen.

Sadhu Maharaja and Paramadvaiti Maharaja1996 ging ich nach Miami, um meine Gelübde abzulegen und dieses Erlebnis veränderte mein Leben für immer. Ich wurde nich Sannyasi, um grosse Ashrams (Tempel mit Wohnhäusern) zu bauen, da ich zuvor schon viele Ashrams hatte. Ich genoss früher klimatisierte Wohnräume, weshalb ich auch hierfür keinen Wunsch hatte. Jetzt diene ich der Menscheit von ganzem Herzen, da ich verstehe, dass dies meine wahre Pflicht in diesem Leben ist.” Es gibt noch mehr Nektar über Sadhumaharaja in der Introduction to a King.